5 Dinge, die Sie vor der Geburt tun sollten, um sich nach der Entbindung schneller zu erholen

Ihr Körper durchläuft während der Schwangerschaft einige wundersame Veränderungen, um das Wachstum Ihres Babys zu fördern. Wenn Sie das letzte Schwangerschaftsdrittel erreicht haben und Ihr Geburtstermin näher rückt, kann der Gedanke an die Geburt etwas nervenaufreibend sein.

Außerdem kann die Ungewissheit über die Heilung in der postpartalen Phase die Angst noch verstärken. Umso wichtiger ist es, auf das vierte Trimester vorbereitet zu sein.

In diesem Artikel geben wir Ihnen einige Tipps, die für eine reibungslose Genesung nach der Entbindung von Vorteil sein werden.

1. Genießen Sie eine nährstoffreiche Ernährung

Angesichts des Heißhungers in der Schwangerschaft und des weit verbreiteten Mythos, dass man möglicherweise für zwei Personen isst, ist es relativ einfach, während der Schwangerschaft viel mehr zu essen, als man eigentlich sollte. Eine nährstoffreiche Ernährung ist auch wichtig, um die Genesung nach der Geburt zu unterstützen.

Der Verzehr kleiner, gesunder Mahlzeiten und die Aufnahme von vielen Ballaststoffen in Ihre Ernährung helfen, Verstopfung, zu vermeiden, nicht nur während der Schwangerschaft, sondern auch in der Zeit nach der Geburt. Hämorrhoiden sind ebenfalls ein mögliches Problem in der postpartalen Phase. Um dem vorzubeugen, ist es ratsam, während der Schwangerschaft das richtige Gewicht zu halten. Wenn Sie zu viel Gewicht mit sich herumtragen, übt dies direkten Druck auf Ihren Beckenboden aus und kann Hämorrhoiden verschlimmern, ganz zu schweigen von einer zukünftigen Inkontinenz nach der Entbindung. Wir raten Ihnen, mit Ihrem Arzt zu sprechen und zu entscheiden, was für Sie ein gesundes Gewicht während der Schwangerschaft ist.

Außerdem sollten Sie viel Wasser trinken! Eine gesunde Wasserzufuhr ist für Ihr wachsendes Baby lebenswichtig. Sie wissen es vielleicht nicht, aber während der Schwangerschaft nimmt Ihr Blutvolumen zu, wodurch Sie schneller dehydrieren. Wenn Sie sich also angewöhnen, mehr Wasser zu trinken, kann das nicht nur Ihrem Baby zugute kommen, sondern auch das Risiko einer Verstopfung nach der Geburt verringern.

2. Behalten Sie einen aktiven Lebensstil bei

Da Ihr Bauch von Tag zu Tag größer wird, mag das zusätzliche Gewicht, das Sie mit sich herumtragen, Übung genug erscheinen. Wenn Sie jedoch während und vor allem gegen Ende der Schwangerschaft aktiv bleiben, kann dies zu einer reibungslosen Entbindung beitragen und auch die Genesung nach der Geburt unterstützen.

Sie müssen keine anstrengenden Trainingseinheiten absolvieren oder Ihr Fitnessprogramm aus der Zeit vor der Schwangerschaft beibehalten. Es reicht aus, wenn Sie in der letzten Phase Ihrer Schwangerschaft regelmäßige Spaziergänge in Ihren Tagesablauf einbauen.

Ein aktiver Lebensstil während der Schwangerschaft hilft auch, schneller wieder mit dem Sport beginnen zu können, sobald Ihr Arzt grünes Licht gibt. Kurz gesagt: Leichte sportliche Betätigung während der Schwangerschaft und nach der Entbindung, sobald Ihr Arzt es für gut beheißt, kann dazu beitragen, dass sich Ihr gesamter Körper schnell erholt.

3. Ziehen Sie eine Dammmassage in Betracht

Eine Dammmassage ist eine hervorragende Möglichkeit,das Risiko eines Dammrisses während der Geburt zu verringern und möglicherweise auch die Dauer der Geburt zu verkürzen.

Sie können schon einige Wochen vor der Entbindung mit der Dammmasssage beginnen, um Ihre Dammmuskeln auf die Geburt vorzubereiten. Keine Angst! Es ist relativ einfach, eine Dammmassage selbst durchzuführen:

  • Zu Beginn sollten Sie sich in eine bequeme Position setzen, die Ihnen Zugang zu Ihrem Damm ermöglicht.
  • Massieren Sie mit sauberen Fingern sanft das Perineum (den Bereich zwischen Vagina und Rektum).

Vielleicht möchten Sie auch langsam damit beginnen, Druck auf die Öffnung des Geburtskanals auszuüben (der etwa einen Zentimeter in die Vagina hineinreicht) und ihn langsam zu dehnen, um ihn auf die Geburt vorzubereiten.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, wie Sie die Dammmassage durchführen, besprechen Sie die einzelnen Schritte mit Ihrem Beckenphysiotherapeuten, Ihrer Hebamme oder Arzt. Sie können auch Ihren Partner bitten, Ihnen bei der Dammmassage zu helfen.

4. Machen Sie Beckenbodenübungen

Es wird dringend empfohlen, während der gesamten Schwangerschaft Kegel-Übungen zu machen, und wenn Sie das noch nicht getan haben, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, damit anzufangen!

Wenn Sie Ihr Baby neun Monate lang mit sich herumtragen, wird Ihr Beckenboden durch den Druck der Geburt stark beansprucht. Um die Genesung zu beschleunigen, Rissen vorzubeugen und Inkontinenz nach der Geburt zu vermeiden, empfehlen wir Ihnen Kegel-Übungen zur Stärkung Ihres Beckenbodens.

Wenn Sie Ihre Kegel-Übungen in Ihre tägliche Routine einbauen, hilft Ihnen das auch bei der vaginalen Erholung, sodass Sie Ihr Sexleben genießen können, wann immer Sie nach der Geburt dazu bereit sind.

5. Bereiten Sie sich auf die postpartale Heilung vor

Das bedeutet im Wesentlichen, dass Sie alles, was Sie für die Zeit nach der Geburt brauchen, bereithalten.

Zunächst einmal wird Ihr Damm etwas zusätzliche Aufmerksamkeit brauchen, wenn Sie wieder zu Hause sind. Durch das Pressen während der Geburt kann es zu Hämorrhoiden oder Rissen im Dammbereich kommen, die genäht werden müssen. Im Allgemeinen werden Sie nach der Entbindung noch eine ganze Weile Schmerzen im Dammbereich haben. Legen Sie sich einen Vorrat an Eispackungen, Sprühflaschen und Kühlpads zu. Vielleicht brauchen Sie auch in Hamamelis getränkte Binden, die Sie in der Gefriertruhe aufbewahren, um sie nach der Geburt zu verwenden.

Es wäre auch gut, wenn Sie in den Wochen vor der Entbindung zusätzliche Stunden Schlaf bekämen. Wenn Ihr Baby erst einmal da ist, werden Sie schnell feststellen, dass Schlaf Gold wert ist.

Kurz gesagt, man kann nie zu gut auf die Zeit nach der Geburt vorbereitet sein. Bücher über die Schwangerschaft und die Zeit nach der Entbindung dienen nur als Orientierungshilfe. Jede Reise ist anders und kann jederzeit eine neue oder unerwartete Wendung nehmen! Vorbereitung ist zumindest die halbe Miete, wenn es darum geht, die Ankunft Ihres kleinen Schatzes in vollen Zügen genießen zu können. Tun Sie also das, was Sie für richtig halten, und zögern Sie nicht, bei Bedarf Ihr Umfeld und Ihren Arzt um Hilfe zu bitten.

Artikel verfasst von
Michelle Frank, Ärztin
Leiterin: Health & Wellness at Naima
@DrMichelleF

Mehr zum Thema Wochenbett und Schwangerschaft:

Entdecken Sie die Magie eines gesunden Beckenbodens:

 

Referenzen:

  • Durnea CM, Khashan AS, Kenny LC, Durnea UA, Dornan JC, O'Sullivan SM, et al. What is to blame for postnatal pelvic floor dysfunction in primiparous women-Pre-pregnancy or intrapartum risk factors? European journal of obstetrics, gynecology, and reproductive biology. 2017;214:36-43.
  • Kapoor, D.S., Freeman, R.M. Pregnancy, childbirth and urinary incontinence. In: Haslam, J., Laycock, J. (eds)Therapeutic Management of Incontinence and Pelvic Pain.London: Springer-Verlag. 2008.
  • https://www.ahajournals.org/doi/full/10.1161/circulationaha.114.009029#:~:text=Blood%20volume%20increases%20significantly%20within,%2C%20usually%20close%20to%2045%25.