Funktionsstörungen des Beckenbodens sind weitverbreitet. Man geht davon aus, dass ein Viertel aller Frauen unter Beschwerden wie Inkontinenz oder Prolaps leiden. Das heißt aber nicht, dass diese Beschwerden als „normal“ gelten sollten. Darüber hinaus leidet fast jede 7. Frau unter chronischen Beckenbodenschmerzen. Oft sind die Ursachen von Beckenbodenbeschwerden nur schwer zu erkennen und zu behandeln, zum einen weil sie ein Tabuthema sind, und zum anderen weil solche Beschwerden nicht nur weitverbreitet sind, sondern weil die Symptome häufig anderen medizinischen oder systemischen Problemen, etwa einer Infektion, ähneln. Eine Operation ist zwar ein Eingriff und mit einem Risiko verbunden, kann aber bei schwerwiegenden Fällen angebracht sein. Bei milden und weniger starken Beschwerden ist sie jedoch meist überflüssig. Perifit bietet eine gute Möglichkeit, den Beckenboden auf sichere, schonende und risikoarme Weise zu kräftigen und gesund zu erhalten.

WIE SIEHT DIE BECKENBODENANATOMIE AUS?

Den Beckenboden kann man sich als eine Art Hängematte aus Muskeln vorstellen, in der die Beckenorgane geschützt liegen. Er sorgt für Kontinenz und erfüllt gewisse sexuelle Funktionen. Hier ein kurzer Überblick über die Funktionen des Beckenbodens:

 

Kontrolle der Schließmuskulatur (Sphinkter): Durch die Kontraktion der Beckenbodenmuskulatur werden der Harnröhren- und Afterschließmuskel verschlossen, wodurch die Kontinenz gewahrt wird. So verbleiben Urin und Stuhl bis zur Entleerung in der Blase bzw. im Rektum. Die Entspannung der Beckenbodenmuskulatur öffnet den Harnröhren- und Afterschließmuskel und ermöglicht so den gewollten Harn- und Stuhlgang. Damit sich Blase und Darm vollständig entleeren können, müssen sich die Muskeln während des Toilettengangs dehnen und wieder entspannen können.

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Stützen der Beckenorgane: Die Beckenbodenmuskeln, die Bänder und das Bindegewebe geben den Beckenorganen den notwendigen Halt. Sie sorgen für optimale Kontraktion und Halt bei Druckveränderungen im Bauchraum, damit die Beckenorgane in der richtigen Position verbleiben. Dies trägt langfristig auch zur Verhinderung von Prolaps (Absenkung der Beckenorgane) bei.. 

WORAN ERKENNE ICH EINEN SCHWACHEN BECKENBODEN?

Eine Funktionsstörung des Beckenbodens liegt dann vor, wenn die Beckenbodenmuskulatur geschädigt oder geschwächt ist. Schwangerschaft und Geburt, gefolgt von Alterungsprozessen und Übergewicht sind die häufigsten Ursachen für eine Schwächung der Beckenbodenmuskulatur. Aber auch andere Faktoren, wie etwa eine falsche Atemtechnik oder biomechanische Störungen können dazu führen, dass die Beckenbodenmuskeln verspannt, schwach oder nicht ausreichend mit den anderen Muskeln im Körper koordiniert sind. Anzeichen einer Funktionsstörung des Beckenbodens können ungewollter Harnabgang, Libidoverlust, abnehmendes sexuelles Lustempfinden und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr sein.

WIE KANN ICH BECKENBODENBESCHWERDEN VORBEUGEN?

Ein gesunder und kräftiger Beckenboden beugt Funktionsstörungen vor. Wie für alle anderen Muskeln des Körpers gilt auch für die Beckenbodenmuskulatur: Je kräftiger sie ist und je genauer sie weiß, wann sie aktiv werden muss, desto besser die Gesamtfunktion. Da wir aber den Beckenboden nicht sehen, ist es schwierig zu erkennen, wann die Muskeln schwächer werden und atrophieren (d. h. die Muskelmasse nimmt ab). Das kann ganz ohne Symptome passieren! Ein häufig auftretendes Symptom eines schwachen Beckenbodens ist ungewollter Harnabgang beim Husten oder Niesen, aber auch beim Lachen oder Sporttreiben. Um die Blasenkontrolle zu verbessern, müssen die Beckenbodenmuskeln gestärkt und die Koordination verbessert werden. Das trägt auch zu einer allgemeinen Verbesserung der Beckenbodengesundheit bei.

WAS PASSIERT BEIM BECKENBODENTRAINING?

Die Beckenbodenmuskeln bestehen aus zwei Arten von Muskelfasern, den schnellen und den langsamen. Jedes korrekte und erfolgreiche Beckenbodentraining muss BEIDE dieser Muskelfaserarten ansprechen.

  • Die schnellen Muskelfasern erhalten die Kontinenz bei schnellem Anstieg des Drucks auf den Unterbauch, wie etwa beim Husten oder Niesen. Tritt bei solchen Bewegungsabläufen ein ungewollter Harnabgang ein, sollten die schnellen Muskelfasern mit speziellen Kegel-Übungen gekräftigt werden.
  • Die langsamen Muskelfasern sorgen dauerhaft – Tag und Nacht – für Kontinenz. Eine überaktive Blase oder ein Prolaps kann mit Kegel-Übungen behandelt werden, die die langsamen Muskeln ansprechen und so sie die Ausdauer der Beckenbodenmuskulatur kräftigen.

Unabhängig von der Art der Beckenbodenbeschwerden gilt jedoch, dass sich diese beiden Muskelfaserarten ergänzen. Das bedeutet, dass sie auch zusammen trainiert werden müssen, damit der Beckenboden in jeder Situation seine Aufgaben erfüllen kann – sowohl den dauerhaften Halt als auch die schnelle Kontraktion.

PERIFIT GIBT BIOFEEDBACK ZUR VORBEUGUNG VOR BECKENBODENBESCHWERDEN

Spezielle Beckenbodenübungen, sog. Kegel-Übungen, tragen zur Linderung der Symptome bei Funktionsstörungen des Beckenbodens bei. Selbst kann man meist nur schwer erkennen, ob das Training fruchtet! Perifit gibt Ihnen dank der modernen App und der internen Sensoren sofortiges Feedback zu Ihren Kegel-Übungen und der Aktivität Ihrer Beckenbodenmuskulatur. Perifit führt Sie durch die Übungen, erstellt Statistiken und gibt Rückmeldung zu Ihrem Trainingsprogramm und zu Ihren Fortschritten. So wissen Sie immer genau, wo Sie sich gerade auf dem Weg zu Ihren Zielen befinden. Mit Perifit lernen Sie, die Kegel-Übungen und die Muskelkontraktionen korrekt auszuführen, damit Ihr Beckenboden fit wird – und bleibt.

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Literatur:

Handa, V. L., Cundiff, G., Chang, H. H., & Helzlsouer, K. J. (2008). Female sexualfunction and pelvic floor disorders. Obstetrics and Gynecology, 111(5), 1045-52. Retrieved from https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2746737/ 

Mathias, S.D., Kuppermann, M., Liberman, R.F., Lipschutz, R.C., Steege, J.F. (1996). Chronic pelvic pain: prevalence, health-related quality of life, and economic corelates. Obstet Gynecol, 87(3): 321-7. Retrieved from https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8598948 

Wu, J. M., Vaughan, C. P., Goode, P. S., Redden, D. T., Burgio, K. L., Richter, H. E., & Markland, A. D. (2014). Prevalence and trends of symptomatic pelvic floor disorders in U.S. women. Obstetrics and Gynecology, 123(1), 141-8.Retrieved from https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3970401/