Welche 34 Symptome der Wechseljahre gibt es?

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Müdigkeit, Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen: Die Wechseljahre bringen eine Vielzahl von Veränderungen mit sich, die weit über das hinausgehen, was viele Frauen erwarten. Tatsächlich können bis zu 34 verschiedene Symptome auftreten – körperliche, psychische und urogenitale. Je besser Sie diese kennen, desto leichter fällt es Ihnen, die Signale Ihres Körpers einzuordnen und gezielt zu handeln.

Körperliche Symptome

Die hormonellen Veränderungen können im Alltag zu spürbaren Beschwerden führen.

Hitzewallungen

Hitzewallungen gehören zu den häufigsten Wechseljahrsbeschwerden. Sie betreffen zwischen 60 und 80 % aller Frauen. Konkret spüren Sie einen plötzlichen Anstieg der Körpertemperatur, auf den Schweißausbrüche folgen.

💡 Hitzewallungen entstehen durch einen deutlichen Östrogenabfall, der das Wärmeregulationssystem des Körpers stört.

Nachtschweiß

Nachtschweiß in den Wechseljahren ist kein Mythos. Manche Frauen wachen mit durchgeschwitzten Laken auf und finden danach nur schwer wieder in den Schlaf, was tagsüber zu ausgeprägter Müdigkeit führt.

Gewichtszunahme und verlangsamter Stoffwechsel

Die Gewichtszunahme in den Wechseljahren beginnt häufig bereits in der Perimenopause (zwischen 42 und 50 Jahren). Der Östrogenabfall begünstigt:

  • eine erhöhte Anzahl von Fettzellen,
  • den Abbau von Muskelmasse.

💡 Der Grundumsatz sinkt und die Körpersilhouette verändert sich. Diese Gewichtszunahme hält auch nach der Perimenopause an.

Gelenk- und Muskelschmerzen

Muskuloskelettale Beschwerden gehören ebenfalls zur Liste der 34 Wechseljahressymptome. Sie betreffen Finger, Knie, Hüften oder den Rücken. Laut medizinischer Fachliteratur können diese Beschwerden auch nach dem Einsetzen der Menopause anhalten.

Abnahme der Knochendichte

In dieser Phase kann es zu einer erhöhten Knochenbruchanfälligkeit kommen, die bis zu zehn Jahre nach dem Ausbleiben der Menstruation anhalten kann. Das Risiko einer Osteoporose steigt. Gegenmaßnahmen umfassen:

  • eine ausgewogene, calciumreiche Ernährung,
  • regelmäßige ärztliche Kontrollen.

💡 Regelmäßige körperliche Aktivität ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, den Körper zu stärken und dem Osteoporoserisiko vorzubeugen.

Kopfschmerzen und Migräne

In der Perimenopause treten Migräneanfälle häufiger auf. Das gilt besonders für Frauen, die bereits während ihres Zyklus unter Kopfschmerzen gelitten haben.

Trockene Haut und verstärkte Faltenbildung

Der hormonelle Rückgang führt zu einem Verlust an Hautelastizität und -feuchtigkeit. Das Hautbild wird feiner und trockener. Die Folgen:

  • Falten und feine Linien entstehen,
  • Austrocknung führt zu einem Spannungsgefühl der Haut.

Veränderungen der Haare

Der sinkende Östrogenspiegel wirkt sich auch auf das Haar aus. Es wird stumpfer und bricht leichter. Da Androgene zunehmend das Übergewicht erhalten, kann die Haarfülle abnehmen.

Brüchige Nägel

In den Wechseljahren produziert der Körper weniger Keratin. Die Nägel werden weich und riffelig.

Verdauungsprobleme

Blähungen, Verstopfung, verlangsamte Verdauung, Übelkeit: Viele Frauen klagen in dieser Phase über Verdauungsbeschwerden. Hormonelle Schwankungen beeinflussen direkt:

  • den Muskeltonus des Verdauungstrakts,
  • die Darmflora,
  • die viszerale Empfindlichkeit.
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Symptome im Zusammenhang mit dem Urogenitalbereich

Die hormonellen Veränderungen führen auch zu urogenitalen Beschwerden. Hier sind die wichtigsten Symptome, die Sie kennen und im Blick behalten sollten.

Unregelmäßige Menstruation

In der Prämenopause verändern sich Dauer und Häufigkeit der Periode. Die Blutungen werden manchmal länger oder häufiger, bevor sie schließlich ganz ausbleiben – ein Zeichen für den Eintritt der Menopause.

Brustschmerzen

Mastodynie (Brustschmerzen) ist in der Perimenopause recht häufig. Sie kann nach dem Ausbleiben der Menstruation anhalten oder wiederkehren. Die Fachliteratur schätzt, dass etwa 30 % der Frauen in den Wechseljahren davon betroffen sind.

Vaginale Trockenheit

Der Östrogenabfall führt häufig zu:

  • einer Ausdünnung der Vaginaschleimhaut,
  • einem Mangel an natürlicher Befeuchtung.

💡 Betroffene Frauen können unter genitalem Brennen oder Juckreiz leiden.

Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie)

Vaginale Trockenheit geht oft mit Dyspareunie einher – Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Sprechen Sie offen mit Ihrer Gynäkologin oder Ihrem Gynäkologen darüber.

Nachlassende Libido

Die Wechseljahre gehen oft mit einem Rückgang des sexuellen Verlangens einher. Ursachen sind:

  • Östrogen- und Testosteronmangel,
  • Müdigkeit und Schlafstörungen,
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr.

Harninkontinenz in den Wechseljahren

Der Östrogenabfall schwächt das Beckenbodengewebe. Der Beckenboden verliert an Tonus, was die Blasenkontrolle erschwert. Viele Frauen klagen daher über Harninkontinenz in den Wechseljahren. Diese unkontrollierten Urinverluste können auftreten:

  • bei körperlicher Belastung (z. B. Heben schwerer Gegenstände oder Husten),
  • als Dranginkontinenz.

Harnverlust ist kein unabwendbares Schicksal. Ein gezieltes Beckenbodentraining kann die Symptome deutlich reduzieren. Ergänzend kann ein vernetzter Beckenbodensensor wie Perifit Care oder Perifit Care+ beim gezielten Training zu Hause helfen.


Beckenbodengymnastik lässt sich jederzeit und ortsunabhängig üben – auch bequem zu Hause mit dem biofeedback-gestützten Perifit-Gerät.

Zunahme von Harnwegsinfektionen

Die nachlassende Eierstockfunktion begünstigt auch Blasenentzündungen oder Niereninfektionen. Diese urogenitalen Beschwerden können sehr belastend sein. Zögern Sie nicht, ärztlichen Rat zu suchen – es gibt wirksame Behandlungsmöglichkeiten.

Psychische und kognitive Symptome

Stimmungsschwankungen, Stress und Angstgefühle: Psychische Beschwerden gehören zu den besonders häufigen Begleiterscheinungen der Wechseljahre.

Energiemangel und Erschöpfung

Müdigkeit kann schon morgens beim Aufwachen auftreten. Dieses Phänomen hat mehrere Ursachen: Hitzewallungen, Schlafstörungen und Stimmungsveränderungen tragen gemeinsam dazu bei, dass die Vitalität spürbar nachlässt.

Stimmungsschwankungen und Reizbarkeit

Manchmal genügt eine Kleinigkeit, um die Nerven blank liegen zu lassen – und im nächsten Moment macht sich tiefe Traurigkeit breit. Diese Reaktionen sind in der Übergangsphase der Wechseljahre ganz normal. Sie werden ausgelöst durch einen Anstieg von:

  • dem follikelstimulierenden Hormon (FSH),
  • dem luteinisierenden Hormon (LH),
  • dem Östradiol.

Zunahme von Angst und Stress

Auch die Stressregulation ist in dieser Phase beeinträchtigt. Diese innere Anspannung stört den Schlaf zusätzlich. Ein emotionaler Teufelskreis kann entstehen mit:

  • Gedankenkreisen,
  • erhöhter mentaler Belastung,
  • innerer Anspannung.

💡 Laut einer Studie im Bereich psychische Gesundheit kann es in den Wechseljahren zu depressiven Episoden kommen – auch ohne entsprechende Vorgeschichte. Zögern Sie nicht, bei anhaltenden Beschwerden eine Ärztin oder einen Arzt aufzusuchen.

Gedächtnisstörungen und „Gehirnnebel“

Das Kurzzeitgedächtnis kann beeinträchtigt sein. Ärzte sprechen in diesem Zusammenhang vom sogenannten „Gehirnnebel“ (Brain Fog). Er äußert sich durch:

  • Konzentrationsschwierigkeiten,
  • Vergesslichkeit und Gedankenlücken,
  • verminderte Fähigkeit zum Multitasking.

💡 Diese Erscheinungen sind und klingen mit der Zeit wieder ab.

Schlafbezogene Symptome

Dass Wechseljahre und Schlaf häufig in einem Atemzug genannt werden, ist kein Zufall. Schlafstörungen betreffen rund 50 bis 60 % der Frauen in der Perimenopause. Es kann sich um Einschlafstörungen oder nächtliches Aufwachen handeln, das die Gesamtschlafdauer verkürzt. Die Müdigkeit ist schon beim Aufwachen spürbar und wirkt sich auf das allgemeine Wohlbefinden aus.

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Kardiovaskuläre und Kreislauf-Symptome

Auch Herz und Kreislauf können von hormonellen Veränderungen betroffen sein.

Herzrasen (Palpitationen)

Eine medizinische Veröffentlichung schätzt, dass 54 % der Frauen in den Wechseljahren Herzrasen erleben. Wenn Sie davon betroffen sind, empfiehlt sich eine kardiologische Abklärung.

Erhöhter Blutdruck

Nach dem 65. Lebensjahr steigt der Blutdruck bei Frauen tendenziell stärker an als bei Männern. Regelmäßige Kontrollen beim Hausarzt oder der Hausärztin sind daher besonders empfehlenswert.

Durchblutungsstörungen

Die Durchblutung in den Beinen kann nachlassen. Das erklärt das Gefühl schwerer Beine, über das viele Frauen in den Wechseljahren klagen.

Weniger bekannte Symptome

Mundtrockenheit

Der Hormonrückgang beeinflusst auch die Speichelproduktion. Der Mund fühlt sich trocken und pelzig an – ein wenig beachtetes, aber häufiges Symptom der Wechseljahre.

Kribbeln und Taubheitsgefühl in den Extremitäten

Ameisenlaufen in Armen, Händen oder Füßen ist in den Wechseljahren keine Seltenheit. In den meisten Fällen ist dieses Phänomen harmlos. Sollten die Beschwerden jedoch anhalten, empfiehlt sich eine ärztliche Abklärung.

Erhöhte Geruchsempfindlichkeit

Manche Frauen reagieren in dieser Phase plötzlich empfindlicher auf Düfte, die ihnen früher nichts ausgemacht haben. Ein Parfum, ein Lebensmittel oder ein Haushaltsprodukt kann Unwohlsein oder Übelkeit auslösen.

Schwindel und Benommenheit

Unter den 34 Wechseljahressymptomen berichten manche Frauen auch von Schwindelgefühl. Dieses wenig bekannte Phänomen ist auf Blutdruckschwankungen zurückzuführen, die das Gleichgewichtsorgan im Innenohr beeinflussen.

Überempfindlichkeit gegenüber Allergenen

Der sinkende Östrogenspiegel kann auch Entzündungsreaktionen begünstigen. Viele Frauen in den Wechseljahren entwickeln eine erhöhte Reaktivität auf bestimmte Allergene wie Hausstaub oder Pollen.

Warum erleben manche Frauen mehr Symptome als andere?

Für manche Frauen verlaufen die Wechseljahre nahezu unbemerkt. Für andere sind sie mit erheblichen Beschwerden verbunden. Stärke und Häufigkeit der Symptome hängen von verschiedenen Faktoren ab:

  • genetische Veranlagung,
  • Vorerkrankungen,
  • Lebensstil,
  • psychische Gesundheit,
  • Geschwindigkeit des Östrogenabfalls,
  • Alter beim Einsetzen der Menopause.

Heute stehen sowohl natürliche Ansätze als auch eine Hormonersatztherapie (HET) zur Verfügung, um diese Phase bestmöglich zu begleiten. Sprechen Sie mit Ihrer Gynäkologin oder Ihrem Gynäkologen, welche Option für Sie geeignet ist.

Die Wechseljahre sind keine Krankheit, sondern eine natürliche Lebensphase. Doch die Beschwerden, die sie begleiten, sind real – und müssen nicht einfach hingenommen werden. Heute stehen Ihnen zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung: von der Hormonersatztherapie bis hin zu gezieltem Beckenbodentraining mit Perifit, das besonders bei Harninkontinenz wirksam helfen kann. Sprechen Sie mit Ihrer Gynäkologin oder Ihrem Gynäkologen – und bleiben Sie neugierig: Auf unserem Blog finden Sie weitere Antworten rund um die Wechseljahre.

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Lisa BRAUN
Beckenboden-Physiotherapeutin, Mutter und Gründerin von femphysio
Spezialisiert auf Frauengesundheit mit dem Fokus auf Schwangerschaft, Rückbildung und Beckenboden.

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